Leila Schayegh


Rezital

 

Soloprogramm - Wege zu Bach


Dieses Programm zeigt nicht nur die Entwicklung der violinistischen Sololiteratur, sondern auch die ungeheure Vielfalt der improvisatorischen Formen. In einer Stunde Konzert erfährt man mehr über freie Improvisation, über verschiedene Formen der Variationen bis hin zu den Fugen, die auch zu Bachs Zeiten mit Vorliebe aus dem Stegreif improvisiert wurden. Mit Komponisten wie Matteils, Biber und Pisendel werden Komponisten geehrt, die mit dazu beigetragen haben, dass Bachs Solowerke überhaupt denkbar wurden und entstehen konnten.
Werke von Matteis, Biber, Pisendel und Bach für Violine allein.


Die sechs Sonaten für Violine und obligates Cembalo von Johann Sebastian Bach


Das Programm der Superlative. Wir spielen die sechs Sonaten an einem einzigen Abend oder in zwei getrennten Konzerten. In jedem Fall lohnt es sich, sich als Zuhörer auf den ganzen Zyklus einzulassen.
Mit Jörg Halubek, Cembalo



Arcangelo Corelli und Giovanni Mossi


Giovanni Mossi hat mit dazu beigetragen, den hochbarocken Stil aufzuweichen und freundlicher, freier zu gestalten. Damit war er auch ein Wegbereiter des Empfindsamen Stils in Italien. In der Gegenüberstellung der Sonaten der zwei römischen Komponisten Corelli und Mossi lässt sich diese Entwicklung sehr gut nachvollziehen.

Die Sonaten von Giovanni Mossi sind seit September 2009 auf CD erhältlich (Pan Classics PC 10212).

La Centifolia


Nach Osten


Italienische Komponisten des 17. Jahrhunderts an den Höfen von Innsbruck, Salzburg, Wien, Warschau und Vilnius

Im 17. Jahrhundert florierten die Höfe von Innsbruck, Salzburg, Wien, Warschau und Vilnius und zogen damit auch italienische Komponisten an. Die bekanntesten unter ihnen wie Tarquinio Merula wurden von Königen und Prinzen persönlich eingeladen. Andere suchten im Norden eine neue Stellung, weil sie ihr Land verlassen mussten – zum Beispiel Francesco Rasi, der 1610 vor einem drohenden Todesurteil aus seiner Heimatstadt Arezzo floh.

Den Zuhörer erwartet ein farbiges Programm des Frühbarock mit Werken von Komponisten, die wie Merula, Bertali oder Pandolfi-Mealli heute wieder glanzvolle Namen haben, während andere wie Subissati, Priuli oder Rasi neu zu entdecken sind.

Das Programm kann mit vokalen Werken ergänzt werden. Merula war einer der ersten Komponisten, der Madrigale mit Instrumentalbegleitung komponierte. Rasi führte die erste Oper nördlich der Alpen auf, Anerio und Subissati stellten gemeinsam eine Kollektion von Violinsonaten und rein vokalen Antifonen zusammen…

The Broken Consort


England und Frankreich des 17. Jahrhunderts.

Die französischen Komponisten haben ihre bezaubernden Tanzeinlagen der Opern in Form von eigenständigen Instrumentalsuiten weiter verwendet – eine Gattung, von der sich die Engländer inspirieren liessen. Wenn man bis dahin in England kaum Violinen und Gamben zusammen hörte, so vereinigten sie sich jetzt zu gemeinsamem Spiel, zum Beispiel in Matthew Lockes Broken Consort. In Frankreich verschmelzen Tanz, Oper und Instrumentalmusik, in England erfrischen neue Klänge das traditionelle Consort-Spiel.

Mit diesem Programm nimmt La Centifolia unter der Leitung von Leila Schayegh den Zuhörer mit in diese neue Klangwelt, an die königlichen Höfe von Louis XIV und Charles II.

Im Zentrum des Programms stehen die Komponisten Locke und Lully, die mit ihren Consorts und Anthems, Suiten und Opern zu den strahlenden Namen des 17. Jahrhunderts gehören. Das Programm gibt es in zwei Varianten – eine rein instrumentale, eine in Zusammenarbeit mit dem Vokalensemble savādi…